Freitag, 27. März 2026

Für alle Colliens, Giseles und Karlas dieser Welt

 Starke Frauen – jetzt erst recht! 💜


Auf Instagram habe ich im März – dem Monat, an dem der Internationale Frauentag gefeiert wird – immer mal wieder starke Frauen aus meinen Geschichten vorgestellt. 

Aufgrund dessen, was derzeit passiert, widme ich meinen heutigen Beitrag allen Colliens, Giseles und Karlas dieser Welt.





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Mir fehlen momentan die Worte zu dem, was gerade passiert. Da steht eine zutiefst gedemütigte Frau auf und klagt den Mann an, dem sie vertraut und den sie geliebt hat. Weil er all ihr Vertrauen und ihre Liebe mit Füßen getreten und in Form von schmutzigen Videos in die Welt geschickt hat. Er nennt es Fetisch. Mit wird schlecht. Und in den Kommentarspalten wird es richtig schmutzig.


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Ihr fragt, warum erst jetzt?

All diejenigen (jede Dritte von uns), die selbst schon Opfer von Gewalt jeglicher Art wurden, fragen sich das vermutlich nicht. Denn sie wissen, wie schwer es ist, darüber zu reden. Die Scham zu überwinden. Die Hoffnung zu haben, dass ihnen geglaubt wird. Dass ihnen geholfen wird. Sie wissen, dass die Chancen auf Aufklärung und eine gerechte Verurteilung verschwindet gering sind.

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Ihr schreit „Unschuldsvermutung“?

Ich kann es nicht mehr hören. Täter (fast immer Männer) wiegen sich in Sicherheit, weil ihre Taten meist nicht nachgewiesen werden können. Es geschieht im Dunkeln, hinter verschlossenen Türen. Sie wissen, dass man ihnen nichts nachweisen kann. Es sei denn, sie haben die Taten gefilmt, verbreitet oder Deepfakes in Umlauf gebracht. Und selbst dann wird dieses den Täter schützende Unwort gebrüllt.

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Ihr sagt, sie will doch nur Aufmerksamkeit?

Wow! Niemand, der so etwas durchgemacht hat, will Aufmerksamkeit. Will solche widerlichen Verbrechen am eigenen Körper, solche intimen Details, in den unsozialen Medien und der Presse breitgetreten wissen.

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Warum sie trotzdem die Öffentlichkeit nutzt?

Weil sie Gesetze zum Schutz der Frauen und FLINTA-Personen in diesem Land einfordert. Dafür nutzt sie ihre Bekanntheit. Wenn zukünftig ihr Name fällt, dann denkt niemand zuerst an ihren Beruf, sondern an das, was ihr angetan wurde. Glaubt mir, das will niemand.

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Ihr könnt es nicht mehr hören?

Collien Fernandes hält stellvertretend für alle Betroffenen ihren Kopf hin, hält Beschimpfungen und Morddrohungen aus, damit sich endlich auch in diesem Land etwas ändert! Sie hat meinen tiefsten Respekt.

Wir MÜSSEN jeden Tag darüber sprechen, was Collien, Gisele, Karla und all den anderen Opfern passiert ist. Und wir müssen so lange weiter darüber reden, bis sich etwas ändert. Bis auch die Regierung endlich erkennt, dass Gewalt an Frauen ein häusliches Problem ist und dass die Täter Christian, Fritz und Matthias heißen.

Wir müssen zusammenhalten, zusammen kämpfen, zuhören, glauben.

Die Scham muss die Seite wechseln, verdammt nochmal!

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Für alle Colliens, Giseles und Karlas dieser Welt

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